Backofenfest und Teilnahme am Ferienprogramm zählen mittlerweile zu den festen Programmpunkten bei der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Illschwang. In der Jahreshauptversammlung blickt Vorsitzender Gerald Habermehl auf ereignisreiche Monate zurück – und auf schlechten Handyempfang.
Neu hinzu kam 2018 die Beteiligung an der Dorfweihnacht Illschwang. Hier schloss die UWG die Lücke und bot etwas für Kinder an, heißt es in einer Presseinfo. Sie konnten etwas Weihnachtliches basteln, Bilder malen und einen Brief ans Christkind schreiben. Nach dem guten Zuspruch soll es eine Neuauflage geben.
Habermehl verwies danach auf das Backofenfest in Angfeld am 3. August. Dieses warte auch heuer wieder mit einem kostenlosen Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee speziell für die Senioren aus der Gemeinde Illschwang auf. Beim Ferienprogramm sei die UWG am 7. August nach der sehr guten Resonanz der vergangenen Jahre erneut in der Boulderhalle in Illschwang vertreten. Des Weiteren seien für die Mitglieder ein Küchelbackkurs sowie eine Besichtigung des Neubaus der Firma ATH geplant.
Im politischen Teil blickten die Gemeinderäte auf die Themen im Gemeinderat. Den Anfang machte Zweiter Bürgermeister Benjamin Hiltl mit dem Kindergarten in Illschwang. Außer auf Zahl und Fakten ging er auf die derzeitigen Umbauplanungen ein. Hier wird derzeit ein neuer Plan ausgearbeitet. Die Gemeinde und die Katholische Kirche sind deshalb in Verhandlungen über die Höhe der Zuschüsse mit den höheren Stellen. Insgesamt sah er den Kindergarten nach einem turbulenten Jahr auf einem guten Weg.
Dass in der Öffentlichkeit wiederholt angesprochene schlechte Image passe seiner Meinung nach nicht zur Auswertung der Elternumfrage. Daran hätten sich 75 Prozent der Eltern beteiligt. Das Ergebnis hänge öffentlich aus und zeige, dass die Väter und Mütter größtenteils zufrieden sind.
Gemeinderat Ernst Herbst berichtete über den Sachstand zum zweiten und dritten Verfahren des Breitbandausbaus in der Gemeinde. Er unterstrich erneut, dass die UWG sich stets für diesen Komplettausbau eingesetzt hat: „Ziel muss es sein, alle Haushalte in der Gemeinde mit Glasfaser versorgen zu können“, wird er in der Mitteilung zitiert.
Gemeinderat Josef Margraf sprach über den Stand beim neuen Rathaus und erläuterte den aktuellen Bauabschnitt. Aus seiner Sicht ist die Umsetzung das Beste, was die Gemeinde hat machen können, um das Ortsbild so zu erhalten. Ein Neubau wäre, auch wenn zuletzt nicht vorhersehbare Kosten entstanden seien, immer noch teurer gekommen. Zudem hätte man den Bestandsschutz verloren und weitaus großzügiger und von der Straße zurückgesetzt planen müssen.
Gemeinderat Gerald Habermehl sprach über die teils schlechten Handyverbindungen im Gemeindegebiet. Alles spreche momentan vom 5G-Netzausbau „und bei uns in der Gemeinde ist noch nicht mal flächendeckend Handyempfang möglich“. Hier müsse der Gesetzgeber noch aktiver werden und die Anbieter in die Pflicht nehmen. Ein großer Fortschritt wäre es schon, wenn das Roaming verpflichtend eingeführt würde. Ein Teil der UWG-Fraktion informierte sich hier bei einem Tischgespräch mit dem Landtagsabgeordneten Christoph Skutella (FDP).
Fraktionssprecher Hans Pirner informierte über die Entwicklungen der Baugebiete. Sandäcker 3 sei erschlossen und so gut wie verkauft. Auch das Gebiet Am Weidenberg nimmt Fahrt auf. Dies sei für die weitere Entwicklung der gesamten Gemeinde wichtig, selbst wenn die Erschließung vermutlich heuer nicht mehr erfolgen könne. Er betonte, dass in der Gemeinde Bauland noch zu einem guten Preis verfügbar ist. Künftig sehe er aber die Gefahr, dass die Preise steigen. Nicht zuletzt wegen des „Rettet-die-Bienen“-Volksbegehrens würden neue Gesetze und Maßnahmen kommen, die es umsetzen gelte.
Zum Abschluss gab Zweiter Bürgermeister Benjamin Hiltl bekannt, dass er auch bei der Kommunalwahl 2020 als UWG-Bürgermeisterkandidat ins Rennen gehen werde. Er zeigte sich überzeugt, dass die UWG auch diesmal mit einer schlagkräftigen Liste aufwarten werde.