„Melden Sie verdächtige Personen, die nicht zum Haus Ihres Nachbarn gehören, der Polizei. Lieber einmal mehr anrufen als einmal zu wenig“, ermuntert Wolfgang Sennfelder die Bürger. Denn manche Schlösser an Türen oder Fenstern lassen sich in Sekundenschnelle knacken.
Illschwang. Den Schutz vor Einbrechern machte die Unabhängige Wählergemeinschaft Illschwang zum Thema und holte dazu Kriminalhauptkommissar Wolfgang Sennfelder ins Sportheim des SVI. Vorsitzender Gerald Habermehl stellte den Referenten vor.
Die landläufige Annahme, Einbrüche würden hauptsächlich während der Dunkelheit verübt, widerlegte der Polizist anhand von Statistiken. Tagsüber stehen viele Häuser leer, wenn ihre Bewohner arbeiten, einkaufen oder beim Arzt sind. Sennfelder zeigte in einem Film, dass ein Schraubendreher reicht, um in acht Sekunden ein Fenster zu öffnen. Bilder von Tatorten illustrierten das oft brachiale Vorgehen der Einbrecher.
Wirksam sichern ließ die sich Haus und Wohnung durch Zusatzkastenschlösser, Bändersicherungen und Querriegelschlösser, die jederzeit nachgerüstet werden könnten. Kellerschächte sollten mit Rollenrostsicherungen unzugänglich gemacht werden. Moderne Alarmanlagen, die Meldungen über Zwischenfälle auf das Smartphone senden, könnten zusätzlich für Sicherheit sorgen.
„Sicherlich ist die Anschaffung nicht ganz billig, aber wenn bei Ihnen erst einmal eingebrochen wurde, werden Sie es schnell machen“, war Sennfelder überzeugt. Eindrucksvoll demonstrierte er, wie schnell ein Wohnungstürzylinder überwunden oder demontiert ist.
Ein wichtiger Faktor zur Vermeidung von Einbrüchen sei der aufmerksame Nachbar: „Melden Sie verdächtige Personen, die nicht zum Haus Ihres Nachbarn gehören, der Polizei. Lieber einmal mehr anrufen als einmal zu wenig.“ Die Anwohner sollten darüber Bescheid wissen, wenn eine Familie während des Urlaubs nicht zu Hause ist. Zum Abschluss bot Sennfelder eine kostenlose Beratung der Kriminalpolizei vor Ort an.